Heinrich Lummer, Standpunkte eines Konservativen

205 Seiten, Paperback

Der Titel dieses Buches enthält ein Bekenntnis. Das Bekenntnis des Autors, der den Mut hat, sich auch in der heutigen Zeit als Konservativen zu bezeichnen. Das Buch soll zu einer "Entsorgung" des Begriffes beitragen. Denn niemandem ist geholfen, wenn er aus Furcht vor ungerechter oder verletzender Verurteilung klare Bekenntnisse meldet, denn die werden von Kritikern und Gegnern doch eigentlich geschätzt und von Suchenden erwartet. Für den Autor, Heinrich Lummer, ist die Mitte der Standort der Konservativen. Konservatives Denken ist für ihn, in einer von dialektischen Strukturen gekennzeichneten Welt, eine notwendige Weise des Denkern zwischen Revolution und Reaktion, Freiheit und Ordnung, Individuum und Staat. Die für dieses Buch zusammengestellten Beiträge sollen die Umsetzung konservativen Denkens in praktische Politik anschaulich machen. Die grundsätzlichen und mehr theoretischen Überlegungen zur Politik und Demokratie bilden die Grundlage für hier ebenfalls behandelte, eher pragmatische Themen wie z.B. Parteipolitik, Sicherheitspolitik, Asylprobleme, Menschenrechte und Außenpolitik.

Der Autor:

Heinrich Lummer, geboren am 21. November 1932 in Essen, katholisch, verwitwet, Vater dreier Kinder, machte nach dem Volksschulabschluß eine Lehre als Elektromechaniker. Danach besuchte er das Abendgymnasium der Stadt Dortmund, das er mit dem Abitur abschloß. Das Studium der Politischen Wissenschaft an der Freien Universität Berlin beendete er als Diplompolitologe. Während seiner Studienzeit kümmerte er sich aktiv um die Belange der Studenten. So war er ASTA-Vorsitzender an der FU Berlin von 1960 bis 1961. Dort arbeitete er auch als Assistent am Institut für Politische Wissenschaft von 1962 bis 1964, bevor er von 1964 bis 1965 Leiter des Besucherdienstes des Bundeshauses Berlin wurde. Heinrich Lummer, seit 1953 Mitglied der CDU, war Fraktionsgeschäftsführer der CDU von 1965 bis 1969. Innerhalb der Berliner CDU ist er seither in verschiedenen verantwortungsvollen Positionen tätig: Mitglied des Landes- und Fraktionsvorstandes der CDU Berlin, Vorsitzender eines Ortsverbandes; seit 1967 Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin und von 1969 bis 1980 dort Fraktionsvorsitzender; von 1980 bis 1981 Parlaments-präsident des Berliner Abgeordnetenhauses. Nach der politischen Wende in Berlin war er von 1981 bis 1986 Bürgermeister und Senator für Inneres. Von 1987 bis 1998 war er Mitglied des Deutschen Bundestages und arbeitete dort im Auswärtigen Ausschuß.

 

Inhaltsverzeichnis

Zu diesem Buch

Parteiensystem im Wande l- Erfahrungen aus Berlin und Frankfurt

Chance des konservativen Denkfaktors in der Demokratieentwicklung der Zukunft

Rechte Versuchung oder richtiger Weg — von den Schwierigkeiten einer Volkspartei

Grundlagen europäischer Sicherheitspolitik heute

Verwirklichung der Menschenrechte — Eine Aufgabe für freiheitliche Politik

Gründe für eine Neuordnung des Asylrechts in der Bundesrepublik Deutschland

Der Autoritätsverlust als Gefährdung des demokratischen Rechtsstaates

Unsere Demokratie zwischen Konflikt und Konsens

Außenpolitische Konsequenzen des Gleichgewichts

Der Autor