Herbert Gruhl, Das irdische Gleichgewicht

Das politisch-philosophische Vermächtnis des ökologischen Vordenkers: Ökologische Ethik besteht in einem revolutionären Konservatismus. Ökologisch handeln heißt bewahren. Die ewigen Gesetze der Biologie bestimmen unsere Zukunft.

336 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag

Herbert Gruhl, geboren 1921 in Gnaschwitz, Kreis Bautzen. Nach Volksschule und Landwirt­schaftlicher Fachschule vier Jahre in der Land­wirtschaft tätig. 1941-1946 Wehrdienst und Kriegsgefangenschaft. 1947 Abitur als Schul­fremder. Studium der Geschichte, Germanistik und Philosophie an der Humboldt-Universität und an der Freien Universität Berlin. 1957 Promotion mit einer Arbeit über Hugo von Hofmannsthal. Tätigkeiten in der Wirtschaft. Ab 1961 Angestellter in der elektronischen Datenverarbeitung. 1954 Eintritt in die CDU. 1961-1973 Stadtrat in Barsinghausen. 1969-1980 Mitglied des Deutschen Bundestages; Vorsitzender der Arbeitsgruppe für Umweltvorsorge der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Maßgeblich beteiligt an der Umweltgesetzgebung jener Jahre. Mitarbeit in verschiedenen Umweltverbänden. 1975 Veröffentlichung des Buches »Ein Planet wird geplündert — Die Schreckensbilanz unserer Politik«. Gesamtauflage: 345 Tausend. Aufgrund der im Buch dargelegten Erkenntnisse verließ Herbert Gruhl im Juli 1978 die CDU und vertrat seine ökologischen Auffassungen als fraktionsloser Abgeordneter im Deutschen Bundestag bis 1980. Seine weitere politische Tätigkeit führte zur Gründung der Ökologisch-Demokratischen Partei, die er im Dezember 1990 wieder verließ. Er gründete 1990 die Unabhängigen Ökologen Deutschlands. Herbert Gruhl verstarb am 26. Juni 1993.

Aus dem Inhalt:

I. Die Weltsituation heute

1. Im Zeitalter der Verwirrung

2. Die Variationen der Wachstumslüge

II. Die Natur und ihre Widersacher

1. Die Ökologie ist die Grundlage unserer Welt

2. Stehen wir am Ende der Geschichte?

3. Ist die heutige Ökonomie überhaupt ökonomisch?

III. Die mechanistische Weltauffassung

1. Der ökonomische Mensch im Dienste der Maschine

2. Der Traum von der Gleichheit aller

3. Utopien über eine perfekte Welt

4. Der Marxismus: Die konsequente Ideologie des mechanistischen Zeitalters

5. Die "Lösung" und das Ärgernis des Todes

IV. Die organische Weltauffassung

1. Die organischen Prinzipien

2. Das Pendel des Lebens

3. Die Welträtsel sind biologisch

4. Vom Lebenssinn und der Kunst

5. Leben gedeiht nur gegen Widerstand

6. Ökologisch ist konservativ

V. Die Rückbesinnung

1. Der fatale Überfluß

2. Der Segen der Knappheit

3. Die Reprivatisierung des Lebens

4. Die Todesmaschinerie

5. Das Schicksal des Menschen

I. DIE WELTSITUATION HEUTE

1. Im Zeitalter der Verwirrung

Zunehmende Zweifel

Wirtschaft gegen Kultur

2. Die Variationen der Wachstumslüge

Gepflegte und widerlegte Irrtümer

Welche Voraussagen waren richtig?

Das Wachstumssyndrom

Vom Sinn und Unsinn der Futurologie

II. DIE NATUR UND IHR WIDERSACHER

1. Die Ökologie ist die Grundlage unserer Welt

Was heißt Ökologie?

Was leistet das Ökosystem der Erde?

Die Ökonomie vernichtet die eigene Basis

Der Mensch als Satan dieser Erde

2. Stehen wir am Ende der Geschichte?

Die Uhrl äuft ab

Das zerstörte Gleichgewicht

3. Ist die heutige Ökonomie überhaupt ökonomisch?

Die Pyramide der Berufe

DerVerkehr

Die Krankheitsindustrie

Die Umweltindustrie

Der Staatsapparat

Der schwindende Nutzen

III. DIE MECHANISTISCHE WELTAUFFASSUNG

Der ökonomische Mensch im Dienste derMaschine

Die einseitige naturwissenschaftliche Basis

Der Mensch im Dienste der Technik

Die totale Ökonomie

Der Traum von der Gleichheit aller

Utopien über eine perfekte Welt

Der Irrglaube an Endlösungen

Befreiung vom Zwang der Arbeit?

In Abstraktionen vernarrt

Der Marxismus: Die konsequenteste Ideologie des mechanistischen Zeitalters

Die »Lösung« und das Ärgernis des Todes

IV. DIE ORGANISCHE WELTAUFFASSUNG

1. Die organischen Prinzipien

Das alte WahreZweierlei Wissenschaft

2. Das Pendel des Lebens

Das Gesetz der abnehmenden Befriedigung

Der Umschlag ins Negative

Das Gesetz der Relativität in unserem Dasein

Freiheit und Notwendigkeit

Angst und Hoffnung

Die Ambivalenz des Lebendigen

3. Die Welträtsel sind biologisch

Die Wunder der Evolution

Und Tiere haben Kultur!

Die biologische Vernunft und die Religion

4. Vom Lebenssinn und der Kunst

Die Frage nach dem »Sinn«

Kultur durch Wohlstand?

5. Leben gedeiht nur gegen Widerstand

Der Irrtum der Kreatur

Das Elend der Jugend kommt vom Wohlstand

Die niedergerissenen Tabus

Gehätschelte Wohlstandskinder

Die Brüche zwischen den Generationen

6. Ökologisch ist konservativ

Konservativ sein heißt Bewahren

Die ökologische Ethik

V. DIE RÜCKBESINNUNG

1. Der fatale Überfluß

Die Faktoren des Überflusses

DieParadoxie

Der Segen der Knappheit

Die Reprivatisierung des Lebens

Die künftige Richtung der Wissenschaft und Technik, der Ökonomie und des Staates

Anpassung heißt das Gebot

Gelassenheit statt Aggressivität

Die Wiederentdeckung der Privatsphäre

Die Familie als Basis der Gesellschaft

Der Machtkampf mit den Robotern

Die Todesmaschinerie

Das Schicksal des Menschen

Die Tragik

Der Rest ist Hoffnung

Was uns bleibt, ist Glück und Leid

Anmerkungen

Literaturverzeichnis

Sach- und Namensregister