Klaus Hornung (Hrsg.), Frieden ohne Utopie

179 Seiten, Paperback

Dieses Buch erschien inmitten der leidenschaftlichen öffentlichen Auseinandersetzung um den NATO-Doppelbeschluß Ende 1979 und um die Frage nach dem Frieden, nach den besten Wegen und Methoden zu seiner Bewahrung und Sicherung. In Politik, Kirchen und Publizistik wurden vielfältige Antworten zu geben versucht, und auch die Wissenschaft steuerte auf breiter Front ihre Beiträge bei - von der Theologie über Verhaltensforschung und Tiefenpsychologie bis zu den historisch-politischen Sozialwissenschaften, zu Erziehungstheorie und -praxis.
Die sich als "kritisch" verstehende Friedensforschung verhielt sich jedoch opportunistisch und nach den klassischen Mustern emotionaler Massenbewegungen: Utopien, Symbole und Aktionismus ersetzten die kritische Analyse und die Skepsis gegenüber machtpolitischen Gegebenheiten.

Inhalt:

Leitmotive

Klaus Hornung

Einführung des Herausgebers

Julien Freund

Friedensforschung - Kriegsforschung

Hans-Joachim Arndt

Betrachtungen zur Geschichte, Wesen und Kritik der Friedensforschung

Friedrich Tenbruck

Frieden durch Friedensforschung?

Gerd-Klaus Kaltenbrunner

Ratlos vor dem Feinde

Klaus Hornung

Friedensideologie als Instrument der Feindbestimmung

Manfred Spieker

Die Verteidigung des Friedens gegen den Pazifismus

Die Autoren