Oswald Feiler, Moskau und die Deutsche Frage

Mit einem Vorwort von Prof. Wolfgang Seiffert

199 Seiten, Paperback

ISBN 978-3-88289-208-6

In der Zeit nach dem NATO-Doppelbeschluß von 1979 kam eine Debatte auf, die die deutschen und russischen Interessen – nicht nur friedens- und abrüstungspolitisch, sondern auch in einem weiteren Sinne machtpolitisch –in einer Weise verbunden sah, daß auch eine Neuvereinigung Deutschlands die Zustimmung Moskaus hätte finden können. Deutliche Signale aus der russischen Machtzentrale wurden gesendet, eine Neuordnung Europas schien durch die Lösung der deutschen Frage möglich. Ob das Modell einer Konföderation von BRD und DDR oder die staatliche Einheit eines neutralen, paktfreien deutschen Staates – Moskau hatte zu Beginn der achtziger Jahre noch alle machtpolitischen Optionen. Oswald Feiler beschreibt in diesem Werk die Geschichte des deutsch-russischen Verhältnisses seit Beginn der Oktober Revolution 1917. Es ist eine Geschichte der verpaßten Chancen, die dennoch die Perspektiven und großen Möglichkeiten einer neuen deutschen Ostorientierung aufzeigt. Feilers Fazit: Deutschlands Zukunft liegt nicht im Westen.

INHALT

Vorwort von Prof. Wolfgang Seiffert

Die russische Oktober-Revolution war ein Kind des Krieges

Der Stratege Lenin hatte einen preußischen General zum Lehrmeister

Moskau zettelte den Weltbürgerkrieg an, und das erste Ziel hieß Deutschland

In Rapallo handelten Deutschland und die Sowjetunion erstmals international im gemeinsamen Interesse

Die Revolution fraß auch Rapallo — doch der "Deutsche Oktober" fand nicht statt

In Deutschland gewann der Nationalsozialismus, und Stalin gewann in Amerika

Noch einmal schlossen Deutschland und Rußland einen Pakt — dann standen sie sich wieder auf dem Schlachtfeld gegenüber

Russen und Amerikaner werden Besatzungsmacht in Deutschland und die USA zeigen bald, warum Machiavelli kein Texaner war

Die Bundesrepublik wählt den Anschluß an Amerika und verzichtet damit auf deutsche Außenpolitik

Deutschland hat trotz allem eine Zukunft — sie liegt aber nicht im Westen

Anmerkungen